Purpurglöckchen in Rosa – filigrane Blütenwolken
Das Purpurglöckchen (Heuchera) gehört zur Familie der Steinbrechgewächse und stammt ursprünglich aus Nordamerika. Seine rosa Blüten sind winzig und glockenförmig und sitzen zu Dutzenden an dünnen, aufrecht stehenden Stielen, die sich luftig über dem Laub erheben – zart im Eindruck, aber überraschend haltbar.
Genauso dekorativ ist das Laub: Die rundlichen, gelappten Blätter bilden dichte Rosetten und halten sich bei milder Witterung bis weit in den Winter. Je nach Sorte reicht ihr Farbspiel von frischem Grün über Bronze bis zu dunklem Purpur, was die rosa Blütenrispen besonders gut zur Geltung bringt.
Blütezeit, Standort und Pflege
Die Hauptblüte liegt zwischen Mai und Juli, einzelne Sorten schieben bis in den Spätsommer neue Stiele nach. Im Garten fühlt sich das Purpurglöckchen im Halbschatten am wohlsten, gern am Gehölzrand oder an der Nordseite des Hauses. Der Boden sollte humos, locker und gut durchlässig sein, gleichmäßig feucht, aber niemals staunass.
Regelmäßiges Entfernen der verblühten Stiele verlängert die Blütezeit. Die Staude ist winterhart; das Laub bleibt am besten als natürlicher Schutz stehen und wird erst im Frühjahr ausgeputzt. Alle drei bis vier Jahre lohnt es sich, die Horste zu teilen, da sie mit der Zeit von unten verkahlen.
In der Vase und als Geschenk
Als Schnittblume ist das rosa Purpurglöckchen ein Geheimtipp. Schneiden Sie die Stiele, wenn die unteren Glöckchen gerade geöffnet sind, stellen Sie sie schräg angeschnitten in lauwarmes Wasser und wechseln Sie das Wasser alle zwei Tage – dann halten die Rispen etwa sieben bis zehn Tage. Sie wirken solo in einer schlanken Vase ebenso gut wie als luftige Ergänzung zu Rosen, Pfingstrosen oder Wiesenblumen.
Ein Strauß mit Purpurglöckchen passt zu Geburtstagen im Frühsommer, zum Muttertag und als Mitbringsel für alle, die unaufdringliche, natürliche Blumen mögen. Wer lieber etwas Dauerhaftes schenkt, liegt mit der Pflanze im Topf richtig: Ihr farbiges Laub zieht auch nach der Blüte noch lange die Blicke auf sich.